Forschung im Themenfeld Behinderung und Inklusion

Vertragsstaaten der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichten sich, Informationen und Forschungsdaten zu sammeln, "die (es) ihnen ermöglichen, politische Konzepte zur Durchführung dieses Übereinkommens auszuarbeiten und umzusetzen." (Art. 31)

Inklusion Forschung

Der Forschungsauftrag der UN-Behindertenrechtskonvention ist auch in den entsprechenden Aktionsplänen der Bundesregierung, der Landesregierung Baden-Württemberg und der Stadt Konstanz wiedergegeben. Doch in Deutschland steckt die Inklusionsforschung noch in den Anfängen. Mit anderen Worten: "Zurzeit ist jeder Hustensaft besser untersucht als die Inklusion" (Huber, Christian, WDR-Interview, 30.05.2017). In der Tat bleibt Inklusion ein seltenes Thema in wichtigen Feldern wie z.B. Kindheits- und Jugendforschung, Familienforschung, Peer- und Sozialisationsforschung, Stadtforschung, Arbeitsmarktforschung, Medienwissenschaften ... sowie allgemein in der Soziologie, der Anthropologie, den Politikwissenschaften und den neueren Bürgerwissenschaften. Das PS: Institut trägt zur Stärkung von Inklusionsforschung bei.

 

LAUFENDE PROJEKTE

FC / gestützte Kommunikation: Wo und wie wird FC heute eingesetzt? Stützen Sie selbst Menschen per FC? Oder werden Sie gestützt? Dann laden wir Sie ein, an unserer online-Umfrage teilzunehmen. Wir bedanken uns im Voraus für Ihren Beitrag! Prof. Karolin Schäfer und Dr. Diana Schmidt-Pfister

>> Fragebogen für FC-Nutzer*innen

>> Fragebogen für FC-Stützer*innen

 


Autismus und Gebärdensprache. Bisher gibt es keine Forschungsliteratur zur Nutzung von Gebärdensprache durch erwachsene, sprechende Menschen im Autismusspektrum. Diese Lücke wollen wir füllen. Möchten Sie an diesem Forschungsprojekt teilnehmen? Hier geht es zur Projektinformation und Einladung >> download pdf

Kontakt: tamina.mentzel@gmx.de

 


UK rund um die Uhr. Unterstützte Kommunikation im privaten Alltag von Kindern / Jugendlichen. Wir suchen noch teilnehmende Familien! Hier geht es zur Projektinformation und Einladung >> download pdf

 


Wie teilen nicht oder wenig sprechende Kinder ihre Schmerzen mit?

Wir bedanken uns bei allen Eltern und Betreuenden, die 2018 an unserer online-Umfrage teilgenommen hatten. Wir arbeiten weiterhin an der Analyse der reichhaltigen Daten. Erste Ergebnisse finden Sie hier:

Karolin Schäfer / Diana Schmidt-Pfister. Vom Rätselraten, Vermuten und Nachfragen. In: Unterstützte Kommunikation 02/2018. >> download pdf

Karolin Schäfer / Diana Schmidt-Pfister. Tut Dir etwas weh? Und wenn ja, wo? In: Das Band 03/2018 >> Zur Zeitschrift

 


Teilhabe und Inklusion durch Gebärden beim Segeln

Wie gebärdet man Klar bei den Vorleinen!, dicht holen, Wende, Halse, Rumpf, Bug, Heck, Kiel, Takelage, Klampe ... ? Dieses Projekt verknüpfte Forschung und Engagement für Inklusion. Beim inklusiven Kuttersegeln benötigte Handzeichen wurden auf Basis der Deutschen Gebärdensprache (DGS) zusammengestellt. Diese Sammlung ist als Web-App verfügbar: www.gebaerden-kuttersegeln.de

 


Fingeralphabet - nichts für Menschen mit geistiger Behinderung?

Ein halbes Schuljahr lang haben wir eine Fingeralphabet-Lerngruppe gefilmt. 4 jugendliche SchülerInnen mit kognitiven und kommunikativen Behinderungen nahmen teil. Während der Videosichtung entstand folgende Forschungsfrage: Welche Zusammenhänge zwischen dem Erlernen des Fingeralphabets, der Handmotorik und der Sprachproduktion sowie dem Buchstaben- und Textverständnis zeigen sich?

Anhand dieser Frage werden die Videos für jede/n Jugendliche/n einzeln ausgewertet. Quantitative Studien zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen der Feinmotorik und der Sprachentwicklung. Auch die qualitative Analyse unserer Videos verweist auf eine Verbesserung der Handmotorik. Wir untersuchen, ob die Jungendlichen auch Fortschritte in der Sprachproduktion (verbal oder gebärdet) aufweisen.

Stand: Abschlussbericht in Arbeit

Ansprechpartnerinnen: Julia Reckziegel / Dr. Diana Schmidt-Pfister: schmidt-pfister@ps-institut.org